Trauer um die Opfer des Münchner Amoklaufs 27.07.2016

Noch immer ringen wir um Fassung und stehen unter der schockierenden Wirkung des Amoklaufs von München, um deren Opfer wir alle trauern! Unter ihnen befinden sich auch drei Jugendliche, die regelmäßig die Arche in München-Moosach besuchten und uns eng vertraut sind. Viele unserer Kinder sind zudem als Zeugen der schrecklichen Tat ebenfalls Betroffene. Um das alles zu verarbeiten brauch es längere Zeit und professionelle Unterstützung. Seit Tagen beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir der Trauer und dem Schmerz, den Tränen und der Wut Raum geben können – bei den Kindern und Jugendlichen der Arche und auch bei unseren Mitarbeitern. Gemeinsam versuchen wir, durch verschiedene Angebote Wege der Verarbeitung zu finden, wie z.B. Briefe zu schreiben, Bilder zu malen oder mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Wir wollen gemeinsam diesen Schmerz und die Trauer tragen. Ebenso sind wir auch bei den betroffenen Familien, stehen mit ihnen in Kontakt, um ihnen eine Unterstützung in dieser schweren Zeit zu sein.
Die Tat vom vergangenen Freitag hat gezeigt, welch fatale Folgen Perspektivlosigkeit bei einem jungen Menschen haben kann. Die Arche kämpft wo immer es geht gegen solche Perspektivlosigkeiten an und möchte durch Liebe, Beziehung und Nachhaltigkeit Kinder und Jugendliche stärken, ihren eigenen Weg zu gehen, Perspektiven für ihr Leben zu finden und durch die Höhen und Tiefen stark in Charakter und Persönlichkeit zu werden. Wir sind herausgefordert und gewillt, diesem Auftrag weiterhin treu zu bleiben – erst recht nach solch tragischen Ereignissen, wie in der vergangenen Woche!