Arche-Gründer bestätigt Ergebnisse neuer Kinderarmutsstudie 13.03.2015

Kinder aus sozial benachteiligten Familien brauchen stärkere Förderung

Sozial benachteiligte Kinder bringen zu Beginn ihrer Schulzeit häufig schlechtere Veranlagungen mit, als Kinder aus bessergestellten Familien, die nicht von Hartz-IV leben müssen. Sie sprechen und zählen schlechter, können sich schwerer konzentrieren und sind auffällig in ihrer Körperkoordination. Dies ergab eine Studie über den „Einfluss von Armut auf die Entwicklung von Kindern“ der Ruhr-Universität Bochum und Mülheim an der Ruhr im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung.

Der Gründer des Kinder- und Jugendwerks Die ARCHE, Bernd Siggelkow, kann die Ergebnisse der Experten aus eigener Erfahrung bestätigen: „Aus 20 Jahren Arbeit der ARCHE wissen wir, dass diese Kinder auch später von Transferleistungen abhängig bleiben werden, wenn man sie nicht entsprechend fördert und unterstützt. Dann verlieren wir sie als positive und leistungsfähige Mitglieder der Gesellschaft. Eine individuelle Förderung ist unabdingbar, gerade wenn sie mit solchen Defiziten ins Leben starten müssen.“

Jedes sechste Kind in Deutschland ist von Armut betroffen. In Brennpunktgebieten ist der prozentuale Anteil eklatant höher. Speziell dort müssen Kinder schon in den Kitas stärker gefördert werden, sonst werden sie den Rückstand, den sie bei der Einschulung aufzeigen, nur noch schwerlich aufholen können.

Zur Bertelsmann-Studie geht es hier.