Gründer der ARCHE fordert verstärkte Initiativen zur Bekanntmachung von Babyklappen 10.04.2013

Medien und öffentliche Anlaufstellen müssen vermehrt informieren

Innerhalb weniger Tage wurden zwei Babyleichen in Berlin aufgefunden. Auch die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendwerks Die ARCHE sind tief betroffen über diese schrecklichen Ereignisse. Der zweite Fund, am gestrigen Tag, ereignete sich ganz in der Nähe des Standorts der ARCHE im Stadtteil Hellersdorf-Nord.

Der Gründer der ARCHE, Bernd Siggelkow, fordert jetzt eine verstärkte Initiative zur Bekanntmachung von Babyklappen: „Müttern, die so verzweifelt sind, solche eine Tat zu begehen, muss ein Ausweg angeboten werden. In ihrer Notlage werden sie sich nicht erst vorher dazu im Internet kundig machen. Babyklappen müssen so bekannt und im Bewusstsein verankert sein, dass sie ganz automatisch wissen, wohin sie sich wenden können. Das kann auch über eine Institution wie die ARCHE funktionieren, denn sie ist den Menschen im Bezirk allgemein bekannt.“

Die ARCHE ist diesbezüglich bereits aktiv geworden und hat die Auflagen angefordert, die zu erfüllen sind, um eine Babyklappe einzurichten. Zusätzlich muss die Bevölkerung stärker über solche Angebote durch die Medien oder auch durch Anlaufstellen wie das Jobcenter informiert werden.